Das muss einfach mal gesagt sein.
Es gibt zwei Gründe, wieso man sich über das Verhalten eines Menschen, über sein Inneres, sein Wesen, sein Denken äussert:
1. Es muss sein, für die eigene Psychohygiene. Weil man genug hat, sich selber besser fühlen will, sein Wissen beweisen will, sich Respekt verschaffen will. Anders ausgedrückt: Es muss einfach mal gesagt sein.
2. Man ist überzeugt davon, mit seiner Äusserung einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Das ist dann, und nur dann der Fall, wenn der Andere nach der Meinung gefragt hat - und vor allem auch: an ihr wachsen kann und will.
Was nervt: Wenn Menschen den häufigen Fall Eins a) als Fall Zwei verkaufen, oder b) als reine Gedankenlosigkeit, die das Gegenüber missverstanden haben soll. Umgangssprachlich wird das gerne in die Form a) “ich habe es doch nur gut gemeint” oder b) “ich habe es doch nicht so gemeint” verpackt.
Beides missbraucht Vertrauen, weil es gelogen ist. Es stimmt nie, dass Menschen Worte einfach so sagen - sie sind ja nicht minderbemittelt - und nur selten, dass das Gegenüber Wohlwollen missversteht. Also: Mut zur Ehrlichkeit. Ich gehe mit gutem Beispiel voran: Das hier ist ein klarer Fall Eins.
Olivia Kühni :: Jun.30.2009 :: Notizen :: 206 Comments »
